Die Verkehrssicherheit des Kirchturms von 1696 an der Reformationskirche Hilden war im Jahr 2016 nicht mehr gegeben. Es sind Gesteins- und Fugenstücke herausgebrochen und heruntergefallen.

Für die Bestandserfassung wurde ein 3D-Laserscanning von den Kirchfassaden durchgeführt. Die u. a. aus einem Drohnenflug (am 06.10.2016) entstandenen Daten wurden mit entzerrten Fotos aufbereitet. Diese Bilder liefern steingenaue Details und dienen auch für die anstehende Durchführung der Restaurierungsmaßnahme als Kartierungsgrundlage. Auf Grundlage der entzerrten Fotos wurden Ansichtspläne des Turmes gezeichnet.
Im Rahmen der Sanierung wurden die Bruchsteinflächen zunächst im HD-Verfahren und die Naturbruchsteine im Niederdruck-Feuchtstrahl-verfahren gereinigt. Die Überarbeitung der Verfugung beinhaltete im Anschluss den Ausbau aller zementhaltigen Fugen und den Einbau eines neuen Kalkmörtels mit Trasszusatz nach historischem Vorbild. Die vorhandenen Naturbruchsteine, Latit, Andesit, Trachyt, ergeben ein buntes Natursteinbild, welches erhalten bleiben sollte. Da aber der Stenzelberger Latit nicht mehr verfügbar und der Trachyt sich nicht als beständig erweisen haben, ist für Ergänzungen bzw. Austauschsteinen Krenzheimer Muschelkalk bzw. Basaltlava verwendet worden.

Im Bauablauf sind noch falsch eingebaute Zuganker entdeckt und ausgetauscht worden. Ebenso sind die Blitzschutzanlage, die Schalluken und die Holzfenster im Turm im Rahmen der Sanierung erneuert worden.